Unter dem Pflaster

Für die Reihe laden Frauke Havemann und Peter Stamer Berliner Tanz-, Bühnen-, Film- und Performance-Künstler*innen ein, die mit den (Un-)Ebenheiten des Berliner Pflasters bestens vertraut sind. Ausgehend von ihren interdisziplinären Arbeitsweisen experimentieren die Künstler*innen mit neuen Formen und Formaten der Erzählung und Darstellung.

Der Titel der Reihe ‚Unter dem Pflaster‘ spielt augenzwinkernd mit einem alten gesellschaftspolitischen Sinnspruch der Situationisten der 1960er Jahre, wonach es jenseits der konsumorientierten Existenz noch ein Leben in Freiheit geben müsse, das vom Asphalt der Städte lediglich überbaut sei. 2020 ins Leben gerufen, ist damit ein offenes Format entstanden, von Künstlerinnen für Künstlerinnen, in dem Arbeiten unabhängig von kuratorischen Konjunkturen verwirklicht und gezeigt werden können.

Der Pavillon am Milchhof, einer der beiden Spielorte der Reihe, befindet sich mitten in einem großen Innenhof. Barrierefrei, flexibel bespielbar und durch seine Glasfassaden von allen Seiten einsehbar, erlaubt er ungewöhnliche szenische Lösungen.

Die bei vielen Projekten eingesetzten Funkkopfhörer verstärken die auditive Wahrnehmung. Die Live-Übertragung erlaubt es den Besucher*innen, aktiv verschiedene Perspektiven einzunehmen, mit dem Ton im Ohr in das Geschehen einzutauchen oder räumliche Distanz zu halten, ohne Kontakt zu verlieren: diese intime Atmosphäre prägt viele der eingeladenen und für das Festival überarbeiteten Stücke.

Freier Eintritt.
Mit besonderem Dank an FLINN WORKS für die Überlassung der Kopfhörer.

„Unter dem Pflaster“

For this series, Frauke Havemann and Peter Stamer invite Berlin-based dance, theatre, film, and performance artists who are very familiar with the (un)evenness of Berlin’s pavement. Drawing on their interdisciplinary approaches, the artists experiment with new forms and formats of narrative and representation.

The title of the series, Unter dem Pflaster (Under the Pavement), playfully references an old socio-political slogan of the Situationists of the 1960s, according to which freedom from consumer-oriented existence might be found underneath the asphalt of cities. Launched in 2020, in this open format created by artists for artists, works can be realized and exhibited independently of curatorial trends. The Pavillon at Milchhof, one of the two venues of the series, is located in the middle of a large courtyard. Barrier-free, flexibly usable, and, thanks to its glass facades, visibly accessible, the pavilion allows for unusual theatrical approaches.

The wireless headphones used in many projects enhance auditory perception. Live transmission of the sound allows visitors to actively take on different perspectives, immerse themselves in the action while listening to the sound in their ears, or maintain spatial distance without losing contact: this intimate atmosphere characterizes many of the pieces invited to, and revised for, the festival.

Free Admission.
With special Thanks to FLINN WORKS for lending the Wireless Headphones.